Klasse 6

Klassenge-
meinschaft durch Abenteuer

Sie schlagen ihre Pfade durch bedrohliche Wälder, über geheimnisvolle Berge und vorbei an gefahrenvollen Schluchten. Jede Aufgabe kann nur gemeinsam gelöst werden. Nur als ganze Klasse gelingt der Weg. Es sind die Projekttage zur Stärkung der Klassengemeinschaft. Mit Hilfe eines Spielbretts konnte die Klasse sehen, wie weit sie auf ihrer Reise fortgeschritten waren. An jedem Punkt wurde eine Geschichte über eine gemeinsame Wanderung fortgesetzt und das nächste Gruppenspiel eingeführt. Einige Spiele waren Vertrauensspiele, bei denen man erlebt, wie es ist, sich von anderen führen oder fangen zu lassen. Vor allem ist es umgekehrt spannend zu erleben, was es bedeutet, für jemanden Verantwortung zu haben und dafür gelobt zu werden, dass man einem vertrauen konnte. Dann gab es aber auch viele Spiele, bei denen man sich einfach Positives zusprechen oder sich besonders stark gegenseitig anfeuern sollte.

Das eigentliche Ziel der Wandergeschichte war natürlich der Weg selbst, auf dem man immer wieder miteinander reden muss. Was kann man tun? Was haben die anderen für Ideen? Was brauchen die anderen gerade? Der Höhepunkt dieser Projektzeit war ein Ausflug zum Niedrigseilgarten Lindhorst. Oft war die Versuchung groß, Aufgaben einfach alleine zu lösen und den anderen vorzusagen, was sie tun sollen, anstatt es mit ihnen zu besprechen. Diese Herausforderung wird sich auch im Leben immer wieder finden.

Aber es gibt auch Wege, auf denen ich auf andere angewiesen bin. Ein einzelner wird nie erleben, wie es ist, Zuspruch, Anerkennung, Ermutigung und Unterstützung von anderen zu bekommen. Er wird nie über sich selbst, seine eigenen Grenzen, hinaus kommen. Das können wir erst da, wo andere uns ergänzen und wir uns auf sie einlassen. „Einer mag überwältigt werden, aber zwei können bestehen und eine dreifache Schnur reißt nicht leicht entzwei.“ (Prediger 4,12.)

Kinder haben
Rechte

Kinder haben nicht nur jede Menge Fantasie, einen großen Bewegungsdrang und manchmal auch Flausen im Kopf, Kinder haben außerdem auch Rechte. Und genau um diese, die Kinderrechte, drehte sich das Musical, das die Klassen 4, 5 und 6 in nur fünf Schultagen einstudierten. Es gab verschiedene Workshops: Die Theatergruppe: Hier schlüpften die SchülerInnen in die Rollen einer Kindergruppe,  dieum ihr Jugendzentrum kämpft. Andere bildeten das Musikteam, welches mit Klangrohren und Cachons, den rhythmischen Hintergrund gestalteten und den vom Chor gesungenen Liedern den nötigen Beat gaben. Das ganze Projekt brachte schön zum Ausdruck, dass man vieles erreichen kann und gemeinsam stärker ist.

Internet-

führerschein

Als eine bedeutende Politikerin vor einigen Jahren sagte, das Internet sei für uns alle Neuland, lachte ein Teil der Bevölkerung. Denn für viele ist das Internet das zweite Zuhause und so gesehen alles andere als neu. Aber diese Heiterkeit greift zu kurz. Niemand hätte zwanzig Jahre nach der Entdeckung Amerikas gesagt, es sei kein Neuland mehr. Gerade die Tatsache, dass das Internet eine zweite Welt darstellt, macht es zu Neuland, dessen Folgen kaum jemand überschauen kann. Sollten wir diesen Konsum deswegen stoppen? Können wir ihn überhaupt stoppen? Es scheint viel mehr geraten ein Bewusstsein dafür zu schaffen, auf wie vielen Wegen man sich in diesem Netz verfangen kann. Fallen wie seine Zeit zu vergeuden, Fehlinformationen zu erhalten und schädliches Material vor Augen zu bekommen, lauern im Internet, wie Zecken im Gras. Eine Gesellschaft, die hohen Anspruch darauf legt, selbstbestimmt zu leben, steht zudem in der Gefahr, den Einfluss gar nicht mehr zu bemerken, während sie sich dieser gewaltigen Fremdbestimmung im Internet aussetzt. Um einen Beitrag zur besseren Orientierung zu leisten, gibt es an der Immanuel Schule schon früh das Unterrichtsfach "Neue Medien". Unter anderem erwerben Schülerinnen und Schüler hier einen Internetführerschein. Durch eine spielerisch gestaltete Online-Plattform wählen die Kinder verschiedene Quize aus, die ihnen einen bewussten Umgang bei der Recherche im Internet ermöglichen. Dabei muss das eigentliche Bewusstsein für diese Parallelwelt natürlich nicht durch die Parallelwelt alleine erfolgen. Es beginnt damit, seine Realität im Hier und Jetzt wahrzunehmen, ohne den digitalen Einfluss. Wenn Sie Kinder haben, erleben Ihre Kinder Sie im Hier und Jetzt? Oder denken Ihre Kinder schon, dass man Sie am besten über das Smartphone kontaktieren sollte?